Carl Ludwig Jahn

Die Holzgewächse des Friedrichshains bei Berlin.

Geſchichtliche und ſtatiſtiſche Notizen.

Seite geſtattet einen Blick über den freien Raum, welcher urſprüng­lich zur Aufnahme der Waiſenhäuſer beſtimmt war, nach der Lands­berger Chauſſee.

3) Der Spielplatz.

Derſelbe bildet ein langes Viereck mit beiderſeits vorſpringenden Mittelfeldern und abgerundeten Enden, das durch breite Steige in mehrere mit Raſen bewachſene Felder getheilt iſt, die mit klei­nem Geſträuch und Baumgruppen garnirt und von verſchiedenen niedrigen Hecken eingefaßt ſind. An mehreren Stellen ſind Bänke zum Ruhen aufgeſtellt. Die äußere 2 Meter hohe Umfaſſung beſteht aus beſchnittenen Hainbuchen.

4) Der ovale Platz.

Der Name kennzeichnet ihn ſchon vor den übrigen Plätzen. Jn der Mitte befindet ſich ein großes Blumenbeet von entſprechender Form. Es befindet ſich dort, wo der über die Mitte des Pla­teaus führende Fahrweg den von Südoſt kommenden durchſchneidet.

Außer dieſen Plätzen ſind noch zu beachten:

5) Die Plantage.

Sie liegt in der Nordoſtecke des Hains und beſteht aus einem, von mehreren Steigen durſchnittenen Fünfeck, welches zur Kultur junger Pflänzlinge beſtimmt iſt.

6) Der Turnplatz.

Ein langes Rechteck an der Nordſeite des Hains, weſtlich von der Plantage und hat eine gleiche Beſtimmung.

Dieſer Platz war beim Entwürfe des Hains zu einem Turn­plätze beſtimmt, weshalb er noch jetzt den Namen führt.

Beide Plantagen ſind eigentlich dem allgemeinen Zutritt nicht offiziell zugänglich, jedoch wird dem ſich wiſſenſchaftlich dafür Jn­tereſſirenden kein Hinderniß in den Weg gelegt.

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Um einen ungefähren Einblick in die Menge der hier angezo­genen Baum‐ und Strauchgewächſe zu gewinnen, mögen die Worte des Verwaltungsberichts genügen:

waren 77,800 Pflänzlinge in der Baumſchule des Friedrichshains vorhanden. Dieſe wurden theils zu ſtädtiſchen Anpflanzungen verwendet, theils aber auch verkauft.”

An kleinen hügelartig hergeſtellten Erhöhungen ſind vorhanden:

7) Der Langerhansberg.

Derſelbe liegt ſüdlich vom Turnplatze mit der Ausſicht nach Süden auf den ſogenannten großen Teich. Die Erhebung iſt gegen das umgebende Terrain nur gering.

Jntereſſanter iſt die Tauf‐Ceremonie dieſes Berges, als die Zeit charakteriſirend, welcher die Anlage des Hains angehört. Jm Sommer des Jahres kam der damalige, ſchon bejahrte Stadt‐Baurath Langerhans in ſeinem Wagen gefahren, um ſich im Jntereſſe der Stadt, wie dies öfter geſchah, von dem Fort­ſchritte der Anlage‐Arbeiten Kenntniß zu verſchaffen, wie mir von unterrichteter Seite (einem Augenzeugen) mitgetheilt wurde. Als der Herr aus dem Wagen stieg, umringten ihn gleich eine Menge bei der Aufhöhung dieſes Berges beſchäftigten Arbeiter und drängten mehr, als ſie ihn begleiteten nach dem Arbeitsplatze, luden eine Karre voll Erde und zwangen ihn, dieſelbe auf den Berg zu ſchaffen. Sie wollten, wie ſie ſagten, dem Herrn auf praktiſchem Wege den Unterſchied zwiſchen Zuſehen und Selbſtarbeiten be­greiflich machen. Ließen aber nachher von ferneren Exceſſen ab.

8) Der lange Berg.

Eine kleine, länglich‐runde Erhöhung unweit des Weſtrandes.

9) Der Mühlenberg.

Derſelbe iſt zunächſt dem Landsberger Thore gelegen und die