Carl Ludwig Jahn

Die Holzgewächse des Friedrichshains bei Berlin.

I. Klaſſe. III. Fam. Taxineen.

Pinus austriaca Loud. Oeſterreichiſche Kiefer.

Syn. P. nigra Link. P. nigricans Host. P. pinaster Kochel.

Der vorigen ähnlich, jedoch mit ſtärkeren Zweigſpitzen, längeren Nadeln und größeren Zapfen.

Unter den vorigen ſtehen einige Exemplare. Mai.

Oeſterreich, Krain ꝛc.

Pinus Mughus Scop. Die Zwergkiefer, Knieholz.

Die Zweige am untern Stammtheile liegen auf der Erde und richten die Spitzen auf.

Zeichnen ſich durch frühe Fruchtbarkeit aus. Die Nadeln grasgrün. Sträucher von 1½–2¼ m Höhe ſtehen ſüdlich von der Plantage am Oſt­rande. Mai, Juni.

Sie iſt in den hochgelegenen Moorgründen der Gebirge heimiſch.

Pinus Strobus L. Weymouthskiefer.

Die dünnen blaugrünen Nadeln kommen zu 5 aus einem Punkte. Die Rinde bleibt lange glatt und grün.

Dieſe Art ſteht gegenüber am Steige bei den gemeinen Kiefern und ſonſt noch an vielen Stellen des weſtlichen Theils. Mai und Juni.

Stammt aus Nordamerika.

II. Familie. Cupressineen Rich. Cypreſſengewächſe.

Gattung Thuja L. Lebensbaum. (XXI. 2.)

Nadeln ſchuppenförmig, drüſig.

Th. occidentalis L. Gemeiner Lebensbaum.

Die Aeſte ſind aufgerichtet abſtehend, Zweigſpitzen fächerartig. Die Früchte (Zapfen) 3–4 Linien lang.

Dieſer iſt am Nordabhange des Mühlenberges ſehr häufig, ebenſo am Eingänge vom Königsthor. Mai.

Nordamerika.

Gattung Juniperus L. Wachholder. (XXII. 5.)

Frucht, eine Beere, die zweijährig iſt.

J. communis L. Gemeiner Wachholder.

Die rinnenförmigen, ſpitzen Nadeln ſind unterſeits meergrün und ſtehen zu 3 quirlförmig.

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Einige Exemplare ſtehen am Oſtrande, öſtlich vom Kabinet. Mai. Beeren blauſchwarz.

Wird in den Wäldern als Waldunkraut betrachtet.

J. virginiana L. Virginiſcher Wachholder, auch weiße Ceder genannt.

Die bläulichgrünen Nadeln ſtehen zu vier; die braunſchwarzen Beeren ſtehen aufrecht.

Junge Bäume ſtehen am Nordabhange des Mühlenberges häufig, am Weſtende des Plateau’s und am Eingänge beim Königsthore. Mai.

Stammt aus Virginien.

J. Sabina L. Sadebaum.

Nadeln zu 4, Früchte hängend.

Die geriebenen Zweige haben einen ſtarken Wanzengeruch.

Nördlich vom Mühlenberge auf dem Raſen, niedrige, buſchige Sträucher. Giftig! Mai.

Südliches Deutſchland ꝛc.

III. Familie. Taxineen Rich. Eibengewächſe. (XXII. 5.)

Gattung Taxus Tourn.

Früchte beerenartig, roth.

T. baccata L. Gemeine Eibe.

Die Nadeln ſind beiderſeits grün, flach und ſtechend.

Sträucher von 1½–2 m Höhe ſtehen aus dem Raſen rechter Hand am Steige vom Mühlenberge nach dem Kabinet, wo ſich beiderſeits der Raſen­platz ausbreitet. Giftig! Mai.

Jn Gebirgswäldern Deutſchlands.