Carl Ludwig Jahn

Die Holzgewächse des Friedrichshains bei Berlin.

II. Klaſſe. V. Fam. Salicineen.

II. Klaſſe. Angiospermen. Bedecktſamige Holzpflanzen.

Die Samen ſind von einer geſchloſſenen Hülle verſchiedenſter Art um­geben. Die Blätter haben ein verzweigtes Adernetz und ſind von mannig­faltigſter Form und Beſchaffenheit, meiſtens von einjähriger Dauer.

1. Abtheilung. Kätzchenträger. Amentaceen Hartg.

Die unvollſtändigen Blüthen ſtehen in Kätzchen hinter oder aus de­ren Schuppen (ohne Kelch oder Blumenkrone) getrennt; entweder die mit Staubgefäßen oder die mit Fruchtknoten jede aus verſchiede­nen Bäumen oder auf demſelben Stamme.

A. Blüthen mit Staubgefäßen und die mit Fruchtknoten in Kätzchen.

Die Fruchtblätter ſind hier, wie bei allen folgenden Holzpflanzen, zu einem die Samen umſchließenden Fruchtknoten verwachſen, derſelbe iſt einfächerig.

Die Blätter haben alle ein verzweigtes Adernetz, und ſind von ſehr verſchiedener Geſtalt und Größe.

IV. Familie. Myricaceen Rich. Gagelgewächſe.

Gattung Myrica L. Gagel. (XXII. 4.)
M. cerifera L. Wachsgebender Gagel.

Jmmergrüne, wechſelſtändige, wohlriechende, elliptiſche Blätter.

Strauch von 1–1¼ m Höhe.

Am Eingange des Steiges auf den Mühlenberg zu beiden Seiten.

Nordamerika.

V. Familie. Salicineen Rich. Weidengewächſe.

Kätzchen erſcheinen im Frühlinge des Blüthenjahres einzeln.

Gattung Populus Tourn. Pappel. (XXII. 7.)
P. alba L. Silberpappel.

Hohe Bäume meiſtens mit gelappten, unterſeits ſilberweißen Blättern. Nordweſtlich vom Spielplatze und öſtlich vom Kabinet ꝛc. März. April.

Bei uns einheimiſch.

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P. canescens Sm. Graue Pappel.

Die Blätter buchtig, groß gezähnt, unterſeits weißgrau.

Zwiſchen den vorigen. März, April.

Einheimiſch.

P. tremula L. Zitterpappel, Eſpe.

Blätter rundlich‐herzförmig oder zugeſpitzt, grobgezähnt, blaugrün Am Nord‐ und Weſtrande, nicht weit vom Eingänge am Königsthore, mehrere Exemplare. März, April.

Einheimiſch.

P. pyramidalis Roz. Pyramidenpappel.

Syn. P. dilatata Ait.

Der pyramidenförmige Wuchs macht ſie vor allen Bäumen kenntlich. Alleebaum.

Weſtlich vom Turnplatze. März, April.

Soll aus dem Orient ſtammen.

P. monilifera Ait. Roſenkranzpappel.

Syn. P. canadensis Bryd. kanadiſche Pappel.

Sie wird fälſchlich für die Schwarzpappel gehalten.

Blätter: breit, dreieckig, zugeſpitzt (ausgewachſen kahl).

Sie ſteht bei den vorigen und iſt an allen Straßen häufig angepflanzt. März, April.

Sie ſtammt aus Nordamerika.

P. platyphylla Hort. Großblättrige Pappel.

Der vorigen ähnlich, die Blätter aber unterſeits etwas weiß‐netzaderig, kahl.

Auf der Südſeite des Turnplatzes. März, April.

Nordamerika.

P. balsamifera L. Balſampappel.

Blätter unterſeits weiß, kahl, eiförmig.

Knoſpen harzig, wohlriechend.

Am Steige von Lips aus ſüdöſtlich mehrere Bäume. März, April.

Stammt aus Nordamerika und Sibirien.

P. lauraefolia L. Lorbeerblättrige Pappel.

Blätter lang‐eilanzettförmig, ſonſt wie vorige.

Aeſte ſtark gerippt.

Auf dem Turnplatze junge Exemplare. März, April.

Aus Nordamerika.