Carl Ludwig Jahn

Die Holzgewächse des Friedrichshains bei Berlin.

II. Klaſſe. V. Fam. Salicineen.

P. canescens Sm. Graue Pappel.

Die Blätter buchtig, groß gezähnt, unterſeits weißgrau.

Zwiſchen den vorigen. März, April.

Einheimiſch.

P. tremula L. Zitterpappel, Eſpe.

Blätter rundlich‐herzförmig oder zugeſpitzt, grobgezähnt, blaugrün Am Nord‐ und Weſtrande, nicht weit vom Eingänge am Königsthore, mehrere Exemplare. März, April.

Einheimiſch.

P. pyramidalis Roz. Pyramidenpappel.

Syn. P. dilatata Ait.

Der pyramidenförmige Wuchs macht ſie vor allen Bäumen kenntlich. Alleebaum.

Weſtlich vom Turnplatze. März, April.

Soll aus dem Orient ſtammen.

P. monilifera Ait. Roſenkranzpappel.

Syn. P. canadensis Bryd. kanadiſche Pappel.

Sie wird fälſchlich für die Schwarzpappel gehalten.

Blätter: breit, dreieckig, zugeſpitzt (ausgewachſen kahl).

Sie ſteht bei den vorigen und iſt an allen Straßen häufig angepflanzt. März, April.

Sie ſtammt aus Nordamerika.

P. platyphylla Hort. Großblättrige Pappel.

Der vorigen ähnlich, die Blätter aber unterſeits etwas weiß‐netzaderig, kahl.

Auf der Südſeite des Turnplatzes. März, April.

Nordamerika.

P. balsamifera L. Balſampappel.

Blätter unterſeits weiß, kahl, eiförmig.

Knoſpen harzig, wohlriechend.

Am Steige von Lips aus ſüdöſtlich mehrere Bäume. März, April.

Stammt aus Nordamerika und Sibirien.

P. lauraefolia L. Lorbeerblättrige Pappel.

Blätter lang‐eilanzettförmig, ſonſt wie vorige.

Aeſte ſtark gerippt.

Auf dem Turnplatze junge Exemplare. März, April.

Aus Nordamerika.

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P. ontariensis Desf. (?) Ontariſche Pappel.

Blätter groß, herzförmig, dunkelgrün.

Sehr nahe verwandt mit P. candicans, herzförmige Pappel, aber doch unterſchieden.

Auf der Nordſeite des Turnplatzes. April.

Aus Nordamerika.

Gattung Salix Tourn. Weiden.
a) Baumweiden. Fragiles.
S. cuspidata Schulz. Zugeſpitzte Weide.

Syn. S. Meyeriana With.

Davon ſteht eine ganze Reihe neben dem Wege als Einfriedigung am Nordoſtende des Turnplatzes, wo der Fahrweg hineingeht. Mai.

S. pentanda L. Fünfmännige Weide fehlt im Hain.
S. fragilis L. Bruchweide.

Sparrige, leicht abbrechende Aeſte. Rinde derſelben grün.

Bäume am Südrande der Plantage. Mai.

S. alba L. Weiße Weide.

Junge Triebe olivenbraun. Zweige zähe.

Bei der vorigen und junge Exemplare in Menge am großen Teiche. Mai.

S. vitellina L. Dotterweide.

Dieſe Abart der vorigen mit rothgelben Zweigen ſteht am kleinen und großen Teiche. Mai.

S. babylonica L. Trauerweide.

Lange ruthenförmige, hängende Zweige mit grüner Rinde.

Sie iſt im Hain ſehr verbreitet, befindet ſich aber beſonders öſtlich und weſtlich vom großen Teiche neben den Steigen. Mai.

Sie ſtammt aus dem Orient.

b) Mandelweiden. Amygdalinae. Sträucher.
S. amygdalina L. Mandelweide.

Syn. S. triandra L. Dreimännige Weide.

Zu erſterer gehört die Form mit unterſeits meergrünen Blättern S. discolor, zur zweiten die Form mit beiderſeits grünen Blättern S. con­color Koch.