Carl Ludwig Jahn

Die Holzgewächse des Friedrichshains bei Berlin.

Vorwort.

Vorwort.


Den wiederholten Wünſchen vieler Freunde und Collegen nachzu­kommen, übergebe ich denſelben und ihren Schülern, wie den zahl­reichen Beſuchern des lieblichen Friedrichshains hiermit zunächſt ein Verzeichniß der Holzgewächſe deſſelben, nach natürlichen Fa­milien geordnet, mit genauer Angabe des Standortes.

Die den Arten beigefügten kurzen Bemerkungen ſollen dazu bei­tragen, dieſe von den benachbarten Gewächſen zu unterſcheiden.

Wo dieſelben fehlen, war eine ſpecielle Charakteriſtik durch we­nige Worte meiſtens nicht möglich, und durch eine größere Aus­führlichkeit in der Beſchreibung, wie ich ſie gern gegeben, würde der Preis des Werkes ſich gleich bedeutend erhöht haben. Daſſelbe ſollte aber zu einem möglichſt billigen Preiſe abgegeben werden können.

Um den Gebrauch verſchiedener Werke bei einem eingehen­deren Studium dieſer Gewächſe zu vermitteln, ſind die gebräuch­lichſten Synonyme angegeben.

Die römiſchen Zahlen bezeichnen die Klaſſe, die deutſchen die Ordnung des Linné’ſchen Syſtems, welcher eine Pflanze angehört.

Die Namen der Monate geben die Blüthezeit an.

Durch Beigabe eines deutſchen und eines lateiniſchen Ver­zeichniſſes der Gattungen, nach dem Alphabet, ſoll das ſchnellere Auffinden einer Art im natürlichen Syſteme befördert werden.

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Die in üblicher Weiſe abgekürzten Autornamen ſind in alphabetiſcher Ordnung erklärt.

Die Angabe der Heimath bei den Arten, ſoweit dieſelbe zu ermitteln war, wird dazu dienen, einen Ueberblick zu gewinnen, welche Ländergebiete der Erde ihren Tribut zollen mußten, um den Hain mit einer ſolchen Fülle von Gewächſen auszuſtatten.

Die geſchichtlichen und ſtatiſtiſchen Mittheilungen geben über die Anlage ꝛc. des Hains in aller Kürze die nöthige Aus­kunft, und die Beſchreibung ſoll zur Erklärung der auf dem genauen Plane durch Zahlen bezeichneten, wichtigſten Punkte dienen, auf welche bei Angabe der Standorte hingewieſen iſt.

Sollten vielleicht Zweifel gegen die Aechtheit einiger aufge­führten Arten geltend gemacht werden, ſo möge die Bemerkung Platz finden, daß dieſe Arbeit nicht als eine ſpecifiſch kritiſch‐wiſſenſchaftliche auftritt.

Möchte dieſe kleine Arbeit dazu beitragen, den Beſuch des ſchö­nen Friedrichshains zu mehren und angenehmer zu machen, dabei auch zugleich die dort oft bemerkte Wißbegierde zu befriedigen und Kenntniſſe zu fördern; ſo würde die Jahre lange Mühe des Auf­ſuchens und Beſtimmens der Gewächſe keine vergebliche geweſen ſein.

Mit dieſem Wunſche empfiehlt dieſelbe einer billigen Beurtheilung

Berlin, den .

der Verfaſſer.