Carl Ludwig Jahn

Die Holzgewächse des Friedrichshains bei Berlin.

II. Klaſſe. XXXIII. Fam. Pomaceen.

Steig vom kleinen Teiche oſtwärts in der Senkung in den Fahrweg mündet, welcher das Plateau durchſchneidet.

Blüht Mai, nach den andern Arten.

Er ſtammt aus Virginien.

P. Pollveria L. Lazerol‐ oder Hagebuttenapfel. (Nicht Birne.)

Syn. P. Bollveriana DC. P. accricularis Knoop.

Manche zählen dieſen Pirus zu den Birnen; aber davon ſchließen ihn ſchon die Zahl und Beſchaffenheit der Blattrippen aus, abgeſehen von der Form der Frucht.

Von dieſem ſteht ein junges Exemplar in der Plantage, das noch nicht geblüht hat. Mai.

Er ſoll im ſüdlichen Deutſchland wild wachſen.

Gattung Amelanchier Med. Felſenmiſpel.
A. vulgaris Mnch. Gemeine Felſenmiſpel. Traubenapfel.

Syn. Mesp. Amelanchier L. Aronia rotundifolia Pers.

Jſt im Hain ſehr verbreitet. Häufig an der Nordſeite des Steiges und des Gebüſches, öſtlich vom Kabinet, auch am Steige vorher. Mai.

Wächſt in den gebirgigen Gegenden Deutſchlands.

Gattung Sorbus Tourn. Ebereſche.
1) Kronblätter weiß, abſtehend.
a) Blätter unpaarig gefiedert.
S. aucuparia L. Gemeine Ebereſche.

Dieſer bekannte Baum iſt im Hain eben nicht häufig und ſteht mei­ſtens verſteckt abſeits der Steige. Einige ſtehen gleich links, wenn man von der Plantage über den Fahrweg den Steig zur Stadt wählt. Mai.

Sie wächſt überall in Deutſchlands Wäldern wild.

Es giebt davon eine große Zahl Abarten, deren ſind:

  • S. auc. fol. variegata, mit gefleckten Blättern.
  • S. auc. fol. laciniata, mit eingeſchnittenen Blättern.
  • S. auc. pendula, mit hängenden Zweigen.
  • S. auc. fruct. lutea, mit gelben Früchten.
  • S. auc. saturejifolia, Blätter ſcharf geſägt.

Auf dem Turnplatz vorhanden. Mai.

S. microcarpa DC. Kleinfruchtige Ebereſche.

Syn. S. micrantha Dum.

Früchte ſcharlachroth.

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Steht auf dem Turnplatze. Mai.

Stammt aus Nordamerika.

S. americana Dec. Amerikaniſche Ebereſche.

Syn. S. canadensis Hort.

Blattzähne übergreifend.

Auf dem Turnplatze. Mai.

Stammt aus Nordamerika.

b) Blätter länglich‐lanzettlich, am Grunde 1–8 freie Fiedern.
S. alpina‐domestica M. Mittelform zwiſchen der Alpen‐ und Speierlings‐Ebereſche.

Auf der Mittelrippe der Blätter viele rothe Drüſen. Früchte dunkel­braun, faſt ſchwarz.

Auf dem Turnplatze. Mai.

Aria Dec. Mehlbeere.
c) Blätter eiförmig oder eiförmig‐gelappt.
S. graeca C. Koch. Griechiſche Ebereſche.

Syn. Pirus graeca L. Pirus Aria cretica Lindl. Sorbus Aria undulata S. nivea Hort.

Blätter rundlich‐verkehrt eiförmig.

Einige kleine Bäume auf dem Raſenſtücke gleich links des Steiges vom Landsberger Thore nach dem kleinen Teiche hinter den Fliederſträuchern und jung in der Plantage. Mai.

Stammt aus dem Griechenland, Sicilien.

S. alpina C. Koch. Alpen‐Ebereſche.

Syn. Pirus alpina Willd. P. densilflora Steud.

Blätter elliptiſch, Früchte faſt ſchwarz, klein.

Auf dem Turnplatze. Mai.

Wächſt in den Alpen.

S. vestita Lodd. Bekleidete Ebereſche. (Mehlbeere.)

Syn. S. nepalensis Hort. Pirus crenata Don.

Blätter ei‐ oder verkehrt eiförmig, unterſeits bläulich‐weiß.

Auf dem Turnplatze. Mai.

Stammt aus Nepal.