Carl Ludwig Jahn

Die Holzgewächse des Friedrichshains bei Berlin.

II. Klaſſe. XXXIV. Fam. Rosaceen.

Weſtlich vom Spielplatze und nördlich vom Plateau häufig. Juli, Aug.

Aus Nordamerika.

2) Blätter eirundlich, länglich oder lanzettförmig, ohne Nebenblätter. Blüthen in Riſpen oder Doldentrauben.
S. salicifolia L. Weidenblättriger Spierſtrauch.

Jſt an vielen Stellen des Hains, aber nicht häufig an den Steigen. Unweit des Einganges von Friedrichshöhe rechts ꝛc. Juli, Aug.

Sie ſtammt aus Sibirien.

S. alba Dur. Weißblühender Spierſtrauch.

Die Blätter ſind länger als bei voriger; Riſpe behaart.

Zerſtreut in den Bosquetts. Juli, Aug.

Stammt aus Nordamerika.

S. lanceolata Borkh. Schmalblättriger Spierſtrauch.

Blätter ſchmal, lang‐eilanzettlich.

Am Steige weſtlich vom Plateau und ſonſt nicht ſelten. Juli, Aug.

Aus Nordamerika.

S. carpinifolia Willd. Hainbuchenblättriger Spierſtrauch.

Blätter umgekehrt elliſch‐eiförmig, ſcharf geſägt.

Jſt zerſtreut in den Bosquetts. Juni, Juli.

Aus Nordamerika.

S. Douglasii Hoock. Douglas’s Spierſtrauch.

Riſpe dichtblüthig endſtändig. Blätter unterſeits graufilzig.

Auf dem Turnplatze. Juni, Juli.

Aus Nordamerika.

3) Breite, geſägt‐gelappte Blätter, keine Nebenblätter; ſehr zuſam­mengeſetzte Riſpe.
S. ariaefolia Sm. Mehlbaumblättriger Spierſtrauch.

Blätter und Blüthenſtiele behaart. Riſpe ſparrig‐äſtig.

Auf dem Turnplatze ſteht ein Exemplar dieſer ſchönen Art.

Sie ſtammt aus Kalifornien.

4) Mehr oder weniger in die Länge gezogene Blätter, keine Neben­blätter; Blüthen in zuſammengeſetzten, meiſt flachen Dolden­trauben. Ringſcheibe tief gezähnt.
S. expansa Wall. Buſchiger Spierſtrauch.

Blätter elliptiſch, zugeſpitzt, oberhalb ſcharf gezähnt. Blüthen in großen endſtändigen, weißen Doldentrauben.

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Jn der Plantage. Juni, Juli.

Stammt aus dem Himalaya.

S. callosa Thunbg. Rothblühender Spierſtrauch.

Blüthen pfirſichroth, ſonſt der vorigen ähnlich, die jungen Blätter ſind braunroth.

Südlich vom Mühlenberge auf dem neubepflanzten Raum. Juli, Aug.

Stammt aus Japan und China.

5) Mehr oder weniger längliche, ſelten rundliche, nur an der obern Hälfte geſägte oder gezähnte Blätter, ohne Nebenblätter. Blüthen in einfachen Doldentrauben am Ende kurzer, beblätterte Seitenzweige.
S. ulmifolia Scop. Ulmenblättriger Spierſtrauch.

Blätter eiförmig. Blüthenſtand gewölbt.

Eim ganze Hecke ſüdwärts vom Kabinet neben dem ſüdlichen Steige, auch ſonſt häufig. Juni.

Stammt aus Krain.

S. austriaea C. Koch. Oeſterreichiſcher Spierſtrauch.

Syn. latifolia Hort.

Bleibt kleiner als die vorige Art, von der es eine Var. zu ſein ſcheint. Die Blätter ſind am Grunde breiter zur Blattgröße.

Jn der Plantage ſteht ein Strauch. Juni.

Stammt wahrſcheinlich aus Siebenbürgen und Rumelien.

S. flexucosa Fisch. Gebogenäſtiger Spierſtrauch.

Ein ſchlanker Strauch, deſſen Aeſte ſehr hin‐ und hergebogen ſind.

Es ſtehen davon mehrere an den Steigen neben der Weſtgrenze. Mai und Juni.

Er ſtammt aus Sibirien.

S. oblongifolia W. & K. Länglichblättriger Spierſtrauch.

Blätter 3–4 mal ſo lang als breit, bis zur Spitze ganzrandig, Dol­dentrauben lang geſtielt.

Steht an den weſtlichen Steigen zerſtreut. Mai.

Aus Ungarn und Podolien.

S. chamaedrifolia L. Gamanderblättriger Spierſtrauch.

Ein aufrechter 1–1¼ m hoher Strauch mit an der Spitze gezähnten Blättern.

Davon ſteht eine Menge rechts, unweit des Eingangs von Friedrichs­höhe. Mai.