Carl Ludwig Jahn

Die Holzgewächse des Friedrichshains bei Berlin.

II. Klaſſe. XXXVI. Fam. Papilionaceen.

Gattung Coronilla L. Kronwicke. (XVII. 4.)
C. Emerus L. Skorpions‐Kronwicke.

Ein 1–1¼ m hoher Strauch mit 7–9 zähligen gefiederten Blättern undhellgelber Blüthe.

Jn der Plantage. Juni.

Wächſt im ſüdlichen Europa.

Gattung Colutea L. Blaſenſtrauch. (XVII. 4.)
C. arborescens L. Baumartiger Blaſenſtrauch.

Blätter 7–9 zählig. Blüthen gelb. Hülſen geſchloſſen.

Steht an mehreren Stellen und beſonders ſüdlich vom Kabinet im Ge­büſch. Juni–Sept.

Wächſt im ſüdlichen Europa und dem gebirgigen Deutſchland.

C. cruenta Ait. Braunrother Blaſenſtrauch.

Syn. C. orientalis Dur.

Blätter meergrün, Blüthen orangegelb. Hülſe klaffend.

Auf dem Turnplatze und anderweit. Juni – September.

Jm Südlichen Europa und im Orient.

Gattung Caragana Link. Erbſenſtrauch.

Die Blüthenſtiele ſind einblüthig.

C. arborescens Link. Baumartiger Erbſenſtrauch.

Hohe Sträucher unmittelbar am Eingange vom Königsthore her, beiderſeits zur Hecke angepflanzt, aber ſonſt im Hain auch noch ſehr ver­breitet. Mai.

Er ſtammt aus Sibirien.

C. Altagana L. Sand‐Erbſenſtrauch.

Blätter 6–9 paarig gefiedert. Blüthen 1–2 aus dem Blattwinkel.

Hoher Strauch auf dem Turnplatze, Oſtende. Mai.

Aus Daurien ſtammend.

Blätter 4 zählig am Ende des Blattſtiels.
C. frutescens DC. Strauchartiger Erbſenſtrauch.

Theibblättchen geſtielt. Der Blattſtiel ſtachelſpitzig.

Auf dem Turnplatze ſteht ein Exemplar. Mai.

Das Vaterland iſt Sibirien.

C. pygmaea DC. Niedriger Erbſenſtrauch.

Theilblättchen ſitzend. Jn allen Theilen kleiner als voriger.

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Auf dem Turnplatze. Mai, Juni.

Das Vaterland iſt gleichfalls Sibirien.

C. grandiflora DC. Großblumiger Erbſenſtrauch.

Blüthen goldgelb. Blätter nicht ſelten zu fünf.

Auf dem Turnplatze, Weſtende. Mai, Juni.

Wächſt in der Tartarei und am Kaukaſus.

C. gracilis Hort.

Auf dem Turnplatze.

C. Redowskii Fisch.

Sibirien.

Gattung Robinia L. Schotendorn, Robinie.

Bäume und Sträucher mit unpaarig, vielpaarigen Blättern, Blüthen in Trauben.

R. Pseudo‐acacia L. Unächte Akazie.

Blüthen weiß, in ſchlaffen, hängenden Trauben; wohlriechend.

Dieſer bekannte Baum iſt im Hain nicht ſelten. Juni.

Er ſtammt aus Nordamerika.

Es giebt durch die lange Cultur ſchon eine Menge Spielarten, von denen einige im Hain vertreten ſind, z. B.:

R. ps. ac. var. umbraculifera DC. Kugel‐Akazie.
R. ps. ac. fol. crispa, mit gekräuſelten Blättern.
R. ps. ac. spectabilis, Triebe kräftiger, mit großen Blättern.
R. ps. ac. macrophylla, gewöhnliche Form m. größeren Blättern.
R. ps. ac. fol. variegata, mit weißgeſteckten Blättern.

Alle ſtehen auf dem Turnplatze.

R. hispida L. Stachlige Robinie.

Blüthen roth, geruchlos; Traube aufrecht. Zweigſpitzen und Blüthen­äſte feinſtachelig.

Jn der Plantage. Mai, Sept.

Stammt aus Amerika.

R. viscosa L. Klebrige Robinie.

Blüthen weiß, mit röthlichem Anfluge. Junge Triebe und die Blüthen­äſte klebrig.

Am Südrande des Turnplatzes ſtehen mehrere Bäume. Juni, Aug.

Sie ſtammt ebenfalls aus Amerika.